Carneval Verein -Narrhalla- Winkel/Rheingau 1924 e.V.
04 | 08 | 2021
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Fotoausstellung im Jahr 2000

Fotoausstellung am 21. und 22. Januar 2000

... in Arbeit


Über Fastnachtsgeschichte und -geschichten
Seit gut 70 Jahren feiert die Oestrich-Winkeler Narrhalla schon Karneval/ Ausstellung dokumentiert Tradition

OESTRICH-WINKEL - Auf knapp siebzig Jahre närrische Tradition kann der Winkeler Carnevalverein Narrhalla schon zurückblicken.
Was Anfang der zwanziger Jahre als sogenannter „Rheinbankbund“ (humorvolle Winkeler trafen sich damals auf einer Bank am Rheinufer und erzählten sich den neuesten Dorfklatsch) begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem der mitgliederstärksten Vereine im Rheingau gemausert. Rund 500 passive und 180 aktive Närrinnen und Narrhallesen sorgten heute dafür, dass die Weinstadt auch in der „fünften Jahreszeit" aktiv im Carnevaltreiben mitmischt.
Anlässlich des 66jährigen Vereinsjubiläums überlegten sich der erste Vorsitzende Dietmar Schneider und der Vereinsarchivar, mit Hilfe einer Ausstellung die turbulente Geschichte der traditionsreichen Vereinigung wieder aufleben zu lassen.
Nach wochenlangen Recherchen - die Winkeler Bevölkerung wurde vom Vorstand gebeten, die Dachböden nach Bildern und Requisiten aus den alten Tagen zu durchforsten - blickten die Winkeler Fastnachter nun im großen Saal des Jugendheims zurück in die Vergangenheit. Wahre Schätze förderten sowohl die Vereinsmitglieder als auch engagierte Winkeler Bürger zutage. So konnte man beispielsweise einen Blick auf die allererste Büttenrede, 1926 gehalten, werfen und sich an den zahlreichen Fotodokumenten erfreuen, die ein breites Spektrum carnevalistischer Tätigkeiten schwarz auf weiß präsentierten. Die Prinzenpaare, die diversen Garden, die Fastnachtszüge, die in Winkel alle fünf Jahre stattfinden, und natürlich auch die Sitzungshöhepunkte - all das konnte am Wochenende im Jugendheim von den zahlreichen Besuchern bewundert werden.
Besonders stolz sind die Winkeler Carnevalisten auf die umfangreiche Fastnachtsordensammlung: „Wir sind in der glücklichen Lage, alle Fastnachtsorden von 1950 bis zu diesem Jahr komplett in unserer Sammlung zu haben. Jedoch hätten wir auch gerne ein paar Orden älteren Datums in unserem Vereinseigentum. Vielleicht hat irgendein Winkeler noch ein solches gutes Stück zu Hause, das er uns zur Verfügung stellen könnte“, hoffte Dietmar Schneider, der für jede Hilfe, die Komplettierung der kostbaren Sammlung betreffend, dankbar ist.
In den 66 Jahren, in denen das Winkeler Narrenschiff durch die Zeiten segelt, befanden sich schon viele herausragende passionierte Fastnachter, die sich auch außerhalb der Weinstadt einer großen Beliebtheit erfreuten, an Deck. Auch ihrer wurde anlässlich der Ausstellung gedacht. So hat beispielsweise die ausgestopfte Hasendame Senta, die das Winkeler Original „Knopphut“ an jedem Fastnachtszug zur großen Gaudi der Zuschauer hinter sich erzog, im Jugendheim genauso ihren Platz, wie Kostüme und Narrenkappen aus früheren Zeiten. Selbst der „großen, alten Dame der Winkeler Fastnacht“, Margarete Göttert, die im Alter von 81 Jahren immer noch temperamentvoll in der Bütt steht, widmeten Dietmar Schneider und Co. einen Teil der närrischen Ausstellung „Fastnacht und Tradition“, die die Zuschauer effektvoll auf die bevorstehenden „heißen Tage“ einstimmte.

Mit übersichtlichen Foto-Stellwänden wird dokumentiert, wie traditionell Fastnacht ind Oestrich-Winkel ist.

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