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Carneval Verein -Narrhalla- Winkel/Rheingau 1924 e.V.
20 | 10 | 2019
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Kokolores

Das hungrige Mäuschen

An Waldesflur auf Wiesengrund,
trieben Mäuse es einst bunt.
Gartenland mit dicken Rüben,
die Mäuse lebten nicht im Trüben.

Fruchtbar war die Mäusemutter,
wohlgenährt durch Rübenfutter.
Einer Maus war das zuwider,
sie fraß Käse wohl viel lieber.

Das hungrige Mäuschen 1

So beschloss die freche Maus,
ich ziehe um in Emma`s Haus.
Dort im Parterr wohnt eine Dame,
Lebensstandard feinste Sahne.

Die Maus den Umzug nicht gescheut,
hat sich auf Leckerei gefreut.
Käse, Wurst und Knäckebrot,
hier im Haus herrscht keine Not.

Die Maus hat etwas überlegt,
wo sie das Haupt zur Ruhe legt.
Ein weiches Bett im Zimmer steht,
dorthin die Dame schlafen geht.

Das hungrige Mäuschen 2

Die Maus schlich sich ins Schlafgemach,
wo Emma tief im Schlafe laach.
Dort an der Füße Bettes Ende,
die Maus ein gutes Schlafteil fände.

Die Maus sie dachte, nicht verzagen,
Maus muss im Leben etwas waagen.
Guter Schlaf ist Mäuserecht,
Auf nacktem Stein, da schläft sich schlecht.

Das hungrige Mäuschen 3

Als die Maus das Bett erklommen,
einen Duft hat sie vernommen.
Es liegt ein Schleier in der Luft,
aus dem Bett kommt Käseduft.

Das hungrige Mäuschen  4

Da liegt ein Käse unter Kissen,
genau das will die Maus jetzt wissen.
Kein Käse hat die Maus entdeckt,
Nur Emma aus dem Schlaf geschreckt.

Das hungrige Mäuschen 5

Die dumme Maus hat zugebissen,
in den Zeh dort unter`m Kissen.
Mäuse können nicht gut sehen,
sie verwechseln Käs mit Zehen.

Das hungrige Mäuschen 6

Nun die Moral von Maus und Naschen,
öffter`s mal die Füße waschen.
Ist diese Mär wohl frei erfunden,
ich habe sie ganz gut befunden.

Liebes, braves Mägdelein,
du schläfst im Bett schon lang allein.
Sehe es aus meiner Sicht,
so eine Maus erschreckt dich nicht!

Das hungrige Mäuschen 7

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