24 | 11 | 2017

Winkler Fassenacht hat Tradition ...

Am Aschermittwoch folgten die Heringe und die sauren Gesichter. Doch dann beim Schweigerts Martin am „Schlappe-Donnerstag“ hellten sich die verknautschten Gesichter wieder auf und nach dem ersten Schoppen meinte schon der eine oder andere, dass man ja eigentlich ruhig wieder weitermachen könne! Doch vorerst kehrte Ruhe ein, denn das tolle Treiben hatte manchen Kämpen doch arg gebeutelt und mit den Finanzen war sicher auch kein Staat mehr zu machen.

Mitte März tagte dann der Vorstand im Weinhaus Nägler um die Jahreshauptversammlung vorzubereiten. Nachzutragen wäre noch 1 Sitzung des V. d. K. Verbandes Winkel am 1. Februar, die im „Alten Brauhaus“ stattfand und zum größten Teil von den Aktiven des C.V.W. gestaltet wurde. Jakob Welz, Vorsitzender des V. d. K., gleichzeitig Vorstandsmitglied im CVW, ihm konnte keiner von uns Aktiven die Bitte abschlagen,  seiner V. d. K. Sitzung“ durch einige Programm-Beiträge zu helfen. Wir hatten ein sehr dankbares Publikum, die Stimmung war großartig und der C.V.W. konnte einiges an Sympathie hinzugewinnen.

Von der Generalversammlung liegt mir leider kein Protokoll vor. Die Versammlung fand am 10.Mai 1958 im Gasthaus „Zwickmühle“ um 20 Uhr 11 statt. Anwesend waren ca. 40 Mitglieder. Wie meist üblich, gab es den raschen Ablauf der Regularien und es folgten die entsprechend einstimmigen Entlastungen. Zwei neuer Kassenprüfer wurden gewählt. Zu dem Punkt 7. Anträge und Wünsche (wurde in der Einladung hingewiesen) gab es eine wenig erfreuliche Vorgeschichte vom Vorjahr. Da wurde jemand zum Ehrenmitglied durch Zuruf vorgeschlagen, der ein lieber, angesehener, ruhiger Fastnachter war, dessen Meriten um den Verein sich aber in recht bescheidenen Grenzen hielten. Nun, der Antrag war gestellt und der  Vorsitzende musste laut Satzung abstimmen lassen. Wie öfters zu beobachten ist, fand sich keine Gegenstimme und der Antrag wurden angenommen, der Verein hatte ein weiteres Ehrenmitglied und zwei oder drei Mitglieder traten aus dem CVW aus. Sicher hatten Jene ihre Verdienste um den Verein höher eingeschätzt. Auf seiner nächsten Sitzungen, beschloss der Vorstand, dass in Zukunft Wünsche und Anträge 14 Tage vor einer Hauptversammlung  dem Vorstand einzureichen sind, damit dieser prüfen kann ob überhaupt entsprechende Voraussetzungen für eine Ehrenmitgliedschaft gegeben sind. Trotz allem wird es auch in Zukunft immer mal unterschiedliche Meinungen über die Wertigkeit von Verdienste, die sich der einzelne um einen Verein erworben hat,  geben. Es gehört nun mal zum Menschlichsten, die eigenen Leistungen meist höher einzustufen als die der Anderen. Da bleibt natürlich der Frust nicht aus und dann reagiert man oft zu schnell. Auch ich bin da keine Ausnahme, nur einige Jahre später und aus einem völlig anderen Anlass. Darüber werde ich  wenn es so weit ist zu berichten wissen.

Zum Abschluss der Generalversammlung brachte Gustav Gorgus seinen Farbfilm „Die närrische Wochenschau“ einen Rückblick der Kampagne 1957/58. Da unser Gustav auch bei seinem Hobbyfilm mit künstlerischem Blick und die bei ihm ja bekannte  Akkuratesse und einem schelmischen Augenzwinkern  das närrische Treiben der verflossenen Fastnachtszeit Revue passieren ließ, brachte uns Allen einen wirklichen Genuss,  dem Gustav einen Riesenapplaus und dem Abend einen besonders guten Abschluss.

Der Sommer sah zwei Vorstandssitzungen, die mehr oder weniger recht fröhliche Zusammenkünfte waren, da der Verein finanziell gut dar stand  waren die Vorständler recht zufrieden.

So war der Knophut, der in der Hauptsache seine Witze in die Runde warf und von Heinz Kloos dabei kräftig unterstützt wurde, der Akteur  beider Abende. Am Rande wurde der nächste Narrenspiegel behandelt, Inserats-Preise festgelegt, Joachim Gehrig bat erneut um Beiträge aus dem Elferrat für den redaktionellen Teil. Ja und dann ging man wieder einmal zufrieden und fröhlich gestimmt nach Haus mit dem guten Vorsatz: Es muss was getan werden!  Solcher Art vorbereitet, konnte die neue Saison der Fasenacht am 8. November anlaufen! Der Narrhalla-Marsch erklang, Elferrat mit Garde marschierte ein und wurden mit launigen Worten vom Vorsitzenden Karl Hamm begrüßt. Die Garde überreichte die neuen Narrenkappen, dann sangen wir gemeinsam und Heinz Kloos begrüßte erneut und ganz be- sonders lange einige Extra-Gäste und ärgerte damit manchen der anwesenden stillen Helfer  Alois Basting hatte sich inzwischen zu einem profilierten Kanzler entwickelt und erhielt viel Beifall für sein gekonntes Protokoll. Roscher-Grimm als Lehrer und Schüler konnten mit dem Applaus auch recht zufrieden sein. Die Garde, resp. das Ballett, tanzte ausgezeichnet wie immer. Dem Chambes soi „Schlussverkauf“ etwas antiquiert, dafür die Clowns Eger-Billigen sehr gut. Man kann sagen: Die einsame Spitze des Abends waren  „Die Beludis“. Leider war  Joachim Gehrig  wegen Krankheit verhindert.

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