20 | 11 | 2017

Winkler Fassenacht hat Tradition ...

Inzwischen hatten sich aber bereits wieder Veränderungen im Vorstand ergeben und zwar waren Heinz Kloos seine Funktionen als Vorsitzender und Präsident des C.V.W, Vizepräsident der Vereinigung Rheingauer Karnevalvereine und Vereinsvorsitzender der Sängervereinigung über den Kopf gewachsen und der Vorstand war seit längerem bemüht, einen geeigneten neuen Vorsitzenden zu finden. Nach einigen Überredungskünsten fand sich Karl Hamm bereit, das Amt zu übernehmen. Der Verein bekam damit einen der liebenswertesten Vorsitzenden seiner Geschichte. Karl Hamm glänzte nicht als großer Redner, dafür waren seine natürliche Herzlichkeit und sein Talent auszugleichen und Wogen zu glätten sprichwörtlich. Er war  eine Bereicherung im Vorstand und jeder arbeitete gern mit ihm zusammen. Bei mir hatten sich berufliche Veränderungen ergeben, dabei blieb keine Zeit mehr für irgendwelche Freizeitaktivitäten. Daher übergab ich die Leitung der Tanzgruppe an Herma Vollmer,  sie war von allem Anfang an dabei und hat manche gute Idee umgesetzt und das Ballett auch tänzerisch weitergebracht. Um die Gesangsgruppe kümmerte sich Gustav Bareuther und  ich konnte mir, wenn auch schweren Herzens, eine Auszeit vom nahenden Elften im Elften erlauben.

Zur Eröffnung der Fastnachtssaison 56/57  betrat der neue 1. Vorsitzende Karl Hamm am 11.11., eskortiert von der Garde des CVW, erstmals die närrischen Bretter in der Narrhalla Merscheid. In launigen Worten bat er das lustige Völkchen um Nachsicht, dass es ihm noch an dem nötigen närrischen Gestus mangele, er aber Willens und durchaus lernfähig sei. Dafür wurde er mit stürmischem Beifall bedacht. Die Garde überreichte die Mützen an den Elferrat, der in alten Hüten einmarschierte .Dann begrüßte der Präsident und es wurde geschunkelt, dann kam der Ehrenkanzler mit seinen ulkigen Sprüchelchen, sprich Protokoll, es folgte Fine Basting auch launig. Heinz Kloos wusste kurios aus Winkel zu berichten. Die „Beludis“ gaben ihr Debüt. Wieder hatte der CVW eine Gruppe, die aus den eigenen Reihen hervorging, und die sofort das Publikum eroberte. BE stand für Bernd Hans Gietz, LU für Ludwig Weber, und DI für Dietmar Lauer. Bald gehörte diese Gruppe zu den gefragtesten und beliebtesten Musikgruppen des Rheingaus. Nach dieser musikalischen und textlichen Glanzleistung  hatten es die nachfolgenden Akteure,  so Franz Eger mit seiner „Drogerie“ und die Bero - Gesangsgruppe sehr schwer, erst Joachim Gehrig konnte die Stimmung wieder steigern. Schade für unseren Freund Emil Dahlen aus Lorch, der mit seinem fröhlichen Redebeitrag am Ende der Sitzung recht unglücklich platziert war. Trotz einigen kleinen Pannen blieb die Stimmung auch nach den Schlussworten des Präsidenten gut und es wurde dann nur noch bis Mitternacht getanzt. Wegen des Volkstrauertages am 18. November gab es keine Polizeistundenverlängerung.

Mit einer Vorstandssitzung Anfang Dezember bei „Merscheid“ endeten die Aktivitäten des Jahres 1956. Zu dem Vorschlag einer gemeinsamen Sylvesterfeier fand sich keine Mehrheit. Zum Einen wegen des Neujahresball der Feuerwehr, und weil der Ball „Unter uns“ an den Fastnachtssamstag im abgelaufenen Jahr nicht gerade erfreulich gut besucht war, wie von Peter Berg grollend bemerkt wurde, „Es könne wieder so eine Pleite geben“. Dann gab es Anregungen für die neue Kampagne, jedoch die erste Sitzung lag noch so weit in der Ferne, hatte doch Heinz Kloos noch einige ganz neue „Witzche“ auf Lager und da musste es gemütlich werden und wie ich mich zu erinnern glaube, wurde es auch sehr spät!

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