Wie kam es zur CVW- Herrensitzung?

Einige Aktive im CVW diskutierten schon Jahre über das Thema einer eigenen Herrensitzung. „Eine Sitzung nur für Männer, wäre doch toll!“, so die einen oder die anderen Aktiven vertraten die Meinung: „Die Fassenacht muss sauber bleiben!“. In dieser Bandbreite verliefen unzählige Diskussionen im Verein und an den Stammtischen, dies über mehrere Jahre.

„Ja, wir können das Thema angehen, wenn „einer“ sich verantwortlich erklärt“, war so meine Grundmeinung als Vorsitzender des CVW.

Und siehe da, in der Kampagne 2009/2010 startete man für uns völlig überraschend in Marienthal den Versuch mit einer Herrensitzung. „Na, das Thema hat sich für den CVW nun wohl erledigt“, dachte ich für mich. Die Sitzung von den Karnevalsfreunden aus Marienthal wurde aber abgesagt und nun brannte das Thema „CVW- Herrensitzung“ erst recht im Kreis der aktiven Männer im Verein aufs Neue.

Erneute heftige Diskussionen folgten in der Kampagne 2009/2010 und dann gab es im Jahresverlauf 2010 Fakten. Am 23. August 2010 fand das erste konstruktive Gespräch im kleinen Kreis zwischen dem 2. Vorsitzenden Heinz Berning, Schorsch und Franz Georg Eger und mir in Schorsch Eger´s Weinstadl statt. Hier wurden alle Möglichkeiten und Varianten, besonders zum Termin der Sitzung, besprochen und man kam zum Ergebnis einer frühen Terminierung im Januar 2011 an einem Freitag. Die Kampagne 2010/2011 hatte den großen Vorteil der langen Laufzeit mit Fastnachtsonntag erst am 6. März. Somit erwarteten wir eine `entspannte` Vorsituation zur Organisation der neuen Sitzung. Auch war für mich entscheidend die Zusage von Schorsch Eger, dass er sich als Verantwortlicher und Sitzungspräsident der neuen Herrensitzung bereit erklärte und über seine beruflichen Kontakte für Programmpunkte zur Herrensitzung sorgen würde.

Meine Maxime: >Kein Geld für Auftritte auf der CVW- Bühne< muss auch für eine neue Herrensitzung zählen, so war mein eindeutiges Plädoyer.

Klar war für uns, dass der CVW seine Strukturen (z. B. Regie durch Heinz Berning, Kartenvorverkauf mit den anderen CVW- Karten, Orden usw.) einsetzen werde und alles unternehmen würde die Sitzung zu einem Gelingen zu führen. Die Geburtsstunde der Herrensitzung erlebten wir vier Männer einvernehmlich und auch voller Optimismus für dieses Vorhaben.

In der Vorstandssitzung des CVW am 19.10.2010 konnten der Eintrittspreis, der Termin am 14. Januar und alle anderen Festlegungen zur Kenntnis genommen werden. Die Vorbereitungen liefen nun auf breiter Front und stetig an.

Am 14.01.2011, einem Freitag, an dem sogar der Rhein sein Flussbett verließ, war es dann endlich soweit. Ein Programm von 19:33 Uhr bis 24:00 Uhr mit 27 Programmpunkten war vorbereitet. Nur das Hochwasser hatte keiner eingeplant. Die auswärtigen Rednerinnen und Redner waren mit ihrem Anfahrtsweg auf der Umleitungsstrecke fast hoch bis nach Hallgarten und dann über den Promilleweg auf einer Fahrstrecke, die sie vorher nicht gekannt hatten, mehr als verunsichert. „Ich dachte schon ich komme nie an, überall Weinbergsstickel“, so sagte einer der Redner vor seinem Auftritt zu mir. Wir improvisierten die Programmfolge sehr individuell ohne dass es im Publikum auffiel. Der vorgesehene Programmpunkt 8 kam schließlich an 22. Stelle. So flexibel gestalteten wir das wirklich riesige Programm der Sitzung. Mein Dank an alle Beteiligten im Umfeld dieser Sitzung. Es war ein gelungener Start, der gegen 1:00 Uhr am Samstag früh ein super Ende fand.

Unser Sitzungspräsident Schorsch, der den ganzen Abend unter einer angeschlagenen Stimme litt, hatte die Wogen des Narrenschiffes „1. CVW- Herrensitzung“ immer wieder im Griff. Und seine Frage: Wen wollt ihr sehen? beantwortete lautstark das frenetische Publikum bis Mitternacht: >Venice!< Ja, sie war einer der Glanzpunkte des Abends - unser Nummerngirl mit seinen insgesamt 6 Auftritten und der gelungenen Nachmitternachtsshow.

Wenn ich ein erstes Resümee ziehen darf, so kann ich nur bestätigen und wiedergeben was man mir sagte: >>Super. Einfach toll.<<

Aber ich betone auch ganz klar, ohne die Unterstützung durch Schorsch Eger und seine Kontakte ist eine solch „hochwertige Sitzung“ mit den Redebeiträgen durch den CVW zurzeit nicht denkbar. Die Messlatte lag bei den Sitzungen bisher recht hoch.
Schauen wir mal wie es nun in der Brentanoscheune weitergeht.

Mer freie uns!