18 | 11 | 2017

Vereinsfahrt nach Berlin im Mai 2008

Am Sonntag (Muttertag und zur Freude aller Frauen gab es beim Frühstück ein kleines Glücksschwein vom Vorsitzenden) führte unsere Reisegruppe Bernhard Bender, genannt Emma (ein seit über 30 Jahren in Berlin wohnender Winkler, der aber tapfer noch unser Rheingauer Dialekt spricht), durch die Stadt. Zunächst fuhren wir bei herrlichem Sonnenschein mit der Rederei Riedel fast dreieinhalb Stunden auf der Spree und dem Landwehrkanal durch die Stadt. Ein Erlebnis besonderer Art. Zur Mittagszeit besuchten wir in Kreuzberg den seit 13 Jahren stattfindenden Umzug Karneval der Kulturen, ein Zug, der Berlins schönster Umzug ist und ein Geschenk an die Stadt, an ihre Bewohner und ihre Besucher darstellt. Auch beim 13. Karneval der Kulturen (KdK) 2008 zeigte sich die Hauptstadt von ihrer besten Seite: international, kulturell vielfältig, tolerant und voller Lebenslust. Die anschließende Busrundfahrt mit Reiseführer Emma mit Zielen u. a. Potsdam Sanssouci, Holländer Viertel, Olympia Stadion und vieles mehr rundete unseren Eindruck von der schönen, pulsierenden Großstadt ab. Mitten in Berlin ist Bayern dachten wir als das Abschlussessen in der Gaststätte Moorlake anstand. Direkt an der Havel gelegen und zu Ehren seiner aus Bayern stammenden Gemahlin Elisabeth von Wittelsbach ließ der preußische König Friedrich Wilhelm IV. im Jahre 1840 ein Forsthaus und ein Stallgebäude im bayerischen Stil am Ufer der Havel errichten. Dieser idyllische Hof wurde von dem hohen Paar zur Erholung und von Jagdgesellschaften zu verschiedenen Gelegenheiten genutzt. Im Jahre 1896 verpachtete das Königshaus die Moorlake als Gaststätte. Es wurden ein Wirtschaftsgebäude und ein Festsaal angebaut. Bis 1918 reservierte sich das Haus Hohenzollern den Gastraum in der oberen Etage ausschließlich für sich und ihre persönlichen Gäste. Seit 25 Jahren ist es eine öffentliche Gaststätte und sorgte an diesem Abend bestens für das leibliche und kulturelle Wohl der CVW- Besucher. Schnell und das Essen besonders geschmackvoll angerichtet, so war das einhellige Urteil von uns. In dem Biergarten konnten wir dann Josef van Well als Sieger des Fahrträtsels prämieren und endgültig die Entscheidung zu Revanche der Kahnfahrt herbeiführen. Mit einem DNA- Haartest (Doping sollte ausgeschlossen werden), Tischtennisball saugen und einem Balancierakt konnte erneut Kahn 1 seine souveräne Siegerstellung behaupten. Spaß hat´s gemacht und das war das Ziel. Auch gilt hier nochmals der herzliche Dank an Emma für den erkenntnisreichen Tag zu Berlin. Bernhard, wir freuen uns auf deinen Besuch zur Kampagneneröffnung in Winkel.

Pfingstmontag war Rückreisetag. Bereits um 8:10 Uhr waren wir Reisefertig und erreichten um 11:15 Uhr unseren ersten Zielort, die Universitätsstadt Weimar. Eine Gruppe besucht zuerst das Konzentrationslager Buchenwald, welches auf dem Ettersberg direkt bei Weimar liegt. Eine besondere Stätte deutscher Geschichte. Für mich war das Lesen des Spruches im schmiedeeiserne Eingangstor „Jedem das Seine“ ein ganz besonderer und bewegender Moment. Der Film und der kurze Rundgang waren informativ, interessant und beeindruckend. Danach fuhren auch wir zur anderen Gruppe in die Altstadt von Weimar. Einfach eine aufregende Stadt, da sie für uns Deutsche sehr geschichtsträchtig ist. Wunderbare Gebäude, die liebevoll restauriert wurden, Geschäfte in vielfältigster Art und dann natürlich die Thüringer Bratwurst, ein „Muss“ für Besucher genauso wie die Stadtrundfahrt mit einer der vielen Kutschen. Weimar war toll und sicher ein Wiederkommen wert.

Nach 15:00 Uhr starteten wir zum zweiten großen Rückreiseteil. In Hofheim war unsere Abschlussrast im goldenen Apfel. Bei original hessischen Gerichten aus der Küche von Oliver Weiß merkten wir wieder, dass wir in Hessen sind. Auch hier verlief alles wunschgemäß und wir kamen zur Erkenntnis, hier kann man öfters einkehren. Um 20:30 Uhr war der Kirchturm von Winkel in Sicht und eine absolut gelungene Fahrt neigte sich zum Ende. Den „Luxus“ der ICE Fahrt wussten wir nun besonders zu schätzen, da die rund 600 km im Bus schon anders sind als die kurze Reisezeit in der Bahn.

Wer dabei war, kann sich in der Erinnerung an Berlin baden, wer nicht mit war hat sicherlich schöne Vereinsstunden versäumt. Aber im nächsten Jahr soll eine Fahrt in den Spessart folgen, vielleicht ja dann …….

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