Eine tolle Idee - CVW- Theaterseminar 2010 - Teil 1

Erstellt: Freitag, 04. Juni 2010 12:00
Geschrieben von Dietmar Schneider

Eine tolle Idee - CVW- Theaterseminar 2010  - Teil 1

Warum gab es eigentlich in Winkel keine Ritter, eine Frage die sich sicherlich nicht nur der CVW schon einmal gestellt hat, oder?
Nein, sie bewegte mich schon über viele Jahre seit ich in Winkel wohne. Der Ritter Hilchen, die Brömser, die Sickinger und wie sie alle im Rheingau hießen. Was war also im Mittelalter in Winkel nur los?
Und warum gibt es in Winkel die Namen Freimuth und Allendorf so oft und die Familien gleichen Namens sind noch nicht einmal miteinander direkt verwandt?

 

Der Stoff aus dem die Träume sind – oder die Ideen aus denen ein Theaterstück entstehen kann. Ja, und wenn dies dann aus den Köpfen von Karnevalisten stammen wird, dann sind auch unlogische Querdenkweisen absolut zulässig und letztendlich auch lustig. So der Ansatz.
Soweit zur Vorgeschichte und nun zu den absoluten Fakten. Meine Idee des Theaterstücks gibt es seit vielen Jahren und sollte die Umsetzung als letzten Baustein der Rhetorikseminare des CVW sein. Mit den Organisatoren der 3 Blöcke zum Rhetorikseminar diskutierte ich diese Idee bereits im Seminar 2009 auf der Loreley. Ergebnis: Wir fahren auf eine Burg, wir sammeln gemeinsam Ideen zum Theaterstück und dann kann es losgehen, dachten wir.
Die Burg zu finden war ein Thema für sich. Ausgebucht auf Jahre in unserer Wunschzeit und die gewünschten Räume – na ja. Die Grafenburg zu Dietz war dann eine Möglichkeit, jedoch nicht preiswert. Beim ersten Treffen im Schnitterweg 95 am 25. Februar 2010 zur mannigfaltigen Ideenfindung ging es schon hoch her. Dieses „warum“ mit den fehlenden Rittern in Winkel brachte so manch kuriose Idee aus den Köpfen der Teilnehmer. Dann kam der Drachen des Fastnachtszuges 2010 ins Gespräch und schnell war der wahre Grund gefunden. Ein Drachen war es, der sein Unheil im alten Winkel trieb. Und nun noch die Verbindung knüpfen zu Freimuth, Allendorf und Halbritter und die Handlung steht. Wenn noch irgendwelche Ritter, das Lenchen und der Vollradser Geist ihren Auftritt erhalten ist das Geschehen perfekt.
Die Erkenntnis reifte: die Burg in Dietz ist für unser Vorhaben nicht nützlich.
Es gibt Handlungsfelder an verschieden Rheingauer Stellen und natürlich in Winkel, wie soll das in Dietz darstellbar sein? Also kein Vertrag mit Dietz sondern das Theaterseminar läuft direkt in Winkel ab, es werden Teilszenen als Film vor Ort an den historischen Stellen gedreht und dann Zwischenszenen auf der Bühne live vorgetragen. Konzept erkannt – Umsetzung muss folgen.
Marion Halbritter übernahm nun die schwierige Aufgabe unsere Bruchstücke des Theaterstücks in eine brauchbare Schriftform umzusetzen. Ich kann nur sagen – es ist ihr fantastisch gelungen – so war auch die einhellige Meinung als erneut im Schnitterweg am 04. März die Welturaufführung von: „Winkel anno dazumal“ (so der Arbeitstitel des Theaterfilms) vor den CVW´lern erfolgte.
Die erste brauchbare Urfassung wurde durch geringfügige Ergänzungen „veredelt“ und zur Grundlage für den Termin am 17. und 18. April bei Schorsch Eger genutzt. Hier erhielten 18 Jugendliche zum ersten Mal Kontakt zu den ihnen zugedachten Rollen. An den beiden Tagen, die auch genutzt wurden zur Besichtigung der Drehorte in Sommer 2010, entstand eine Begeisterung bei den Teilnehmern für den Theaterfilm, die die anstehende zeitliche Belastung sicherlich aufwiegen wird.

Theaterseminar 2010
Zwischenstopp auf ein Eis in Oestrich auf dem Marktplatz am 17. April 2010

Am 24. April war der Kostümtag in der Berlbud für alle Darsteller im Theaterfilm. Die Schneiderinnen legten Maß an und hatten so für die nächsten Tage reichlich Arbeit erhalten.
Nun folgen ab Ende Mai die Drehtage an verschiedenen Orten. Wenn sie also mittelalterliche Gestalten durch Winkel huschen sehen – dann sind es die Jugendlichen vom CVW.
Nicht erschrecken – wir sind aktiv zur Freude vieler Menschen. Schauen Sie hier wieder rein – wir berichten fortlaufend zum CVW- Theaterfilm.

Fortsetzung im Teil 2.

Dietmar Schneider