24 | 11 | 2017

Eröffnung der neuen Kampagne 2010/2011 – einmal ganz anders

„Diese Kampagne hat etwas Besonderes, sie ist lang (bis zum 09. März 2011, dann ist erst Aschermittwoch, der CVW startet erstmals zu einer Herrensitzung und hat damit auch 2 neue Sitzungspräsidenten für die große Sitzung mit Markus Stoll und für die Herrensitzung mit Schorsch Eger) und wir eröffnen sie einmal so wie es bisher noch nie war.“, mit diesen Worten begrüßte der 1. Vorsitzende Dietmar Schneider die über 130 Gäste zu Beginn der Kampagneneröffnung. Ja, dieser 11.11. am 13.11.2010 war etwas Außergewöhnliches in der 86jährigen Tradition unseres Karnevalvereins. Aber nun der Reihe nach.
Nach kurzen Begrüßungsworten folgte der Theaterfilm, eine Produktion des CVW im Rahmen des Rhetorikseminars  2010. Die am Gaudifest uraufgeführte Geschichte von „Winkel anno 11 hundert 11“ konnte erneut alle Besucher der Kampagneneröffnung in seinen Bann nehmen und bestätigte eindeutig die Richtigkeit der erneuten Vorführung des Theaterfilms. Knapp eine Stunde dauerten die live Auftritte und Filmszenen rund um den Drachen und sein Treiben in Winkel bis zur Vertreibung des Drachen auf die „Eebsch Seit“. Herrlich war es anzuschauen, das Treiben der 16 CVW- Jugendlichen unter der Regie von Marion Halbritter und der tatkräftigen Unterstützung durch die CVW Mitglieder Anita Basting, Evelyn Werschnik, Harald Immerheiser und Stefan Basting.
Abgerundet wurde das Ganze durch einen Vortrag der Regisseurin Marion zu den Entstehungsabenden des Inhaltes im Hause Schneider im Schnitterweg und den 8 Drehtagen in und um Winkel. Selbst für uns aktive Mitstreiter am Theaterfilm kamen dabei bisher unbekannte Ereignisse an den Tag und erzeugten so manchen Lacher. Ja, er war anstrengend unser Theaterfilm aber trotzdem unwahrscheinlich schön, so die einhellige Meinung der Beteiligten. Mit lang anhaltendem Applaus wurden die Jugendlichen und die CVW- Betreuer für ihr Erstlingswerk vom Auditorium verabschiedet und Stefan hoffte nun eindringlich alles „im Kasten zu haben“ um ein Gesamtwerk des Theaterfilms auf einer DVD präsentieren zu können.
Anschließend hielt der Vorsitzende seine Rede zur neuen anstehenden Kampagne,  die Bobbepräsidentin Anita Basting und der neue Präsident Markus Stoll begrüßten alle Gäste und das erste Helau der neuen Kampagne ertönte durch den Saal in Schorsch Egers Weinstadl.
6 Mitglieder ehrte der CVW für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit mit der silbernen CVW- Ehrennadel (Brigitte und Roland Koch, Hans-Christian Bock, Nicole und Udo Gunkel sowie Kanzler Michael Schäfer) und Dietmar Schneider bedankte sich für die geleistete Arbeit bei allen. Auch die Mitglieder Karl Dahn, Ilse Thoma, Werner Zoubek, Werner Becker und Günter Eckhart erhielten für 40 Jahre Vereinstreue (Übergabe der Urkunde und der goldenen CVW- Ehrennadel) vom CVW eine würdige Ehrung für ihre Unterstützung des Vereinslebens. Schneider wusste das eine oder andere Geschehen der Geehrten im Laufe der Jahre zu berichten, so zum Beispiel von Ilse Thoma, die mit Johannes Ohlig das zweite CVW Prinzenpaar 1955 war und erst ab 1960 als Mitglied im CVW geführt wird. Eine Tatsache, die auch heute noch zutreffen kann, denn bei uns Narren ist ja alles möglich.
Bei der Inthronisation wurden Anna Muno und Robert Fladung als neues Winkler Kinderprinzenpaars vorgestellt. Auch Luka Brost hatte seinen ersten Auftritt als Sitzungspräsident der 24. Kindersitzung, gemeinsam mit der langjährigen Präsidentin  Katharina Fladung.
Helmut Porth ehrte der CVW für 50 Jahre Mitgliedschaft im CVW mit einer Ehrenurkunde und einem Weinpräsent. Er war sichtlich gerührt und hielt eine kleine Dankrede, ging dabei auf die lobenswerte Jugendarbeit des CVW ein, die er an seinen Enkeln miterleben könne und übergab eine Spende für die Jugendarbeit im CVW. Der Vorsitzende und der Applaus der Mitglieder dankten Helmut Porth.
Es folgten nun Präsident Stoll und Kanzler Schäfer mit einer Rede zum neuen Kartenvorverkauf des CVW. „Jetzt kimmt die Neierung, ich verkünd's dick und fett
unsere Karte sind jetzt im Internet. Des iss ganz bequem und schee, schaut nach unter www.cvw-winkel.de“, so verkündeten sie die Neuerung des Vorverkaufs auch mit den neuen Verkaufsstellen bei der Geschenketruhe und der Paper Box in der Hauptstraße in Winkel.
Die Nachwuchsgarde wusste mit einer Besonderheit zu gefallen. Sie überraschte mit einer sensationellen Darbietung von einer mehr turnerischen Leistung als einer bisher gewohnten tänzerischen Leistung. Mit großem Applaus verabschiedete das Publikum die jungen Gardemädchen (Joline Rahn, Tamina Holz, Jessica Freimuth, Tanja Halbritter, Daniela Immerheiser, Laura Witschonke und Nina Höber, sowie Nadine Sonntag, Celina Schneider (Trainerinnen), Nicole Immerheiser und Nadja Pala (Unterstützung))von der Bühne.
Der Klagegesang der Bobbe, eine Litanei auf das Verhältnis von Frau zu Mann, reizte nicht nur die Lachmuskeln des Publikums. Magda Miltner als Vorsängerin und die über 20 „klagenden Weiber“ waren einer der Höhepunkte des Abends.
FG Eger zeigte anschließend seine musikalischen Fähigkeiten und die Gäste schunkelten und sangen kräftig mit.
In einem herrlichen Dialog zwischen Frieda (Magda Miltner) und dem Oberwachtmeister (Michael Schäfer) zur Verlustmeldung des Ehemanns Fridolin (Heinz Berning) zeigten die Winkler Urgesteine der Fastnacht was der Reitz an der Winkler Fastnacht ist. Mit Herz und Seele spielten sie ihre wunderschönen Rollen in ulkischen Wortspielen. Einfach toll.
Der zweite Vorsitzende Heiko Hoffmann und Bobbepräsidentin Anita Basting baten zur fortgeschritten Stunde nochmals um das Mikro und sprachen den Dank für nunmehr 20 Jahre der souveränen Ausübung der Führung des CVW als 1. Vorsitzender an Dietmar Schneider aus. Ihre Ausführungen gingen auf die Meilensteine der CVW Historie (Kindersitzung, Waldackerankauf, Berlbudbau, Bobbesitzung, Züge usw.) ein, die sicherlich ohne sein Wirken nie so zu erreichen gewesen wären. Präsente von Altem Wein, Schneiders Vorliebe, wurden unter lang anhaltendem und stürmischem Applaus übergeben.
Dietmar Schneider hielt dann eine denkwürdige Rede zur Zukunft des CVW und der Vereine im Allgemeinen. Er bat dringend den Nachwuchs um verantwortliche Übernahme von Funktionen und Aufgaben der Vereinsarbeiten. „Das Vereinsleben fordert nicht nur, nein es gibt auch, und dies habe ich am eigenen Leibe erleben dürfen. Deshalb mein Wunsch und meine Bitte von ganzem Herzen an den Nachwuchs: „Steigt bewusst ein und macht verantwortungsvoll mit!“
Die Abschlussworte des Sitzungspräsidenten Markus Stoll und des Vorsitzenden beendeten gegen 23:30 Uhr eine sehr unterhaltsamen Kampagneneröffnung 2010/2011 und gemeinsam wurde das Lied: „Wenn in Winkel Fastnacht iss, ja dann iss was los“ nochmals zum Finale angestimmt. Die Stimmung des Abends lässt auf eine gute Kampagne hoffen.

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