18 | 11 | 2017

Bobbesitzung in Winkel

Es ist und bleibt eine tolle Veranstaltung: die Bobbesitzung des Carneval-Vereins „Narrhalla“ Winkel (CVW)

Erstmals fand die Veranstaltung, die bisher in Schorsch Egers Weinstadl abgehalten wurde, in der Brentanoscheune statt. Viele Besucherinnen zeigten sich von der neuen Veranstaltungsstätte sehr angetan. Und auch das Programm kam wieder gut an.

Reichlich zu lachen hatte das Publikum über die beiden Fassenachtskontrolleure Laura Müller vom Johannisberger Carneval Verein (JCV) und Björn Sommer vom CVW. Sie führten zur allgemeinen Erheiterung die erste öffentliche Fastnachtszertifizierung im Rheingau durch. Das Duo prüfte unter anderen die Bestuhlung und die Stimmung im Saal, ging aber auch der Frage nach, ob zu der Veranstaltung denn Gäste mit Migrationshintergrund gekommen sind. Sommer konnte dies bejahen, entdeckte er doch neben den Bürgern aus Winkel auch welche aus den benachbarten Orten. So bekamen die Bobbe bescheinigt, weitermachen zu dürfen.

Von ihrer Aluminiumhochzeit berichtete Magda Miltner vom CVW dem närrischen Auditorium. „37,5 Jahre Waschen, Putzen, Kochen“, bilanzierte sie. Überrascht vernahm so mancher im Publikum, dass Miltners lieber Ehemann Balduin im besten Bumsalter ist: „Der legt sich ins Bett und bums ist er eingeschlafen.“ Eines Nachts wurde das Ehepaar dann von einem Einbrecher heimgesucht. Sie habe ihn aufgrund einer allergischen Reaktion aus völlig angeschwollenen Augen angesehen. „Das ganze Jahr kommt keiner“, beklagte sie sich beim Publikum. Aber wenn sie dann einmal ausnahmsweise furchtbar aussehe, stehe plötzlich ein Mann in ihrer Schlafstube. „Gell, ich hab ein Pech.“ Lachen der begeisterten Narrhallesen.

Bobbe lassen Männer tanzen

Natürlich durfte es auf der Bobbesitzung, die bereits zum zehnten Mal stattfand, nicht an vielen Männerballetts fehlen. Sie sind stets ein Garant für gute Stimmung. Ein echter Hingucker waren diesmal die Berschböppscher der Rauenthaler Reschhinkel. Unter Leitung von Tanja Haberland und Anja Klar zeigten sie in pinken Kleidchen, Netzstrümpfen und hohen Stiefeln einen Piratentanz.

Beim Männerballett Berschböbbscher sind aktiv: Stefan Albus, Olli Gebauer, Thorsten Haberland, Christian Länger, Matthias Purper, Thomas Berger, Rüdiger Grund, Michael Kiefer, Sönke Okaty und Michael Wallisch.

Umjubelt war außerdem das Männerballett des Carneval-Vereins Narrhalla Winkel unter der Leitung von Myriam Szeiler und Celina Schneider. Die Mitglieder der Gruppe kamen in golden glitzernden Jacken und mit Zylindern auf dem Kopf auf die Bühne.

Zum CVW-Männerballett gehören: Andreas Jendreizeck, Franz-Georg Eger, Heiko Hoffmann, Jörg Wehr, Mario Kirschke, Markus Stoll, Martin Schneider, Matthias Böhm und Reiner Firle.

Ohne Zugabe durften die Männer natürlich nicht von der Bühne. Und da die Gruppe die Zugabe zusammen mit der CVW-Showtanzformation tanzte, wurden so auch nochmals neue optische Akzente gesetzt.

Mit den Worten „Ich kann es nicht glauben, ich soll tatsächlich zwei Oestricher ansagen“, begrüßte Sitzungspräsidentin Anita Basting die beiden Rednerinnen Brigitte Mitteldorf und Bärbel Freudenschuß, ebenfalls Eigengewächse des CVW. Mitteldorf trug auf dem Kopf einen kleinen Hut und verkündete strahlend, dass dieser der vorletzte Schrei sei. Denn den letzten Schrei werde ihr Mann ausstoßen, wenn er den Preis sehe.

Sehender bei „Blind Date“

Dass Mitteldorf zu einem Blind Date verabredet war, irritierte Freudenschuß dann doch ein wenig. „Hast du wenigstens den gesehen, wenn der schon blind ist“, fragte sie. Die Angesprochene schüttelte den Kopf. Der Mann sei leider nicht gekommen. Daraufhin Freudenschuß: „Dann kann er so blind nicht sein.“

Alles in allem präsentierte der Carneval-Verein „Narrhalla“ Winkel wieder eine gelungene Sitzung, bei der vor allem viele Aktive des eigenen Vereins mehr überzeugten als in den Vorjahren.

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