Mehr Platz in Brentanoscheune

Erstellt: Samstag, 09. Februar 2013 00:01
Geschrieben von Kerstin Prosch- Wiesbadener Tagblatt

NARRHALLA Winkeler Carnaval-Verein zieht positive Bilanz / Nur mit der Küche nicht glücklich

„Sehr gut“, findet Regina Allendorf die Brentanoscheune als neue Narrhalla des Carneval-Vereins Winkel (CVW). „Hier ist es nicht so eng“, lobt sie bei der Bobbesitzung des Vereins.

Ähnlich begeistert ist Besucherin Stephanie Czauderna. „Der Saal ist zwar kleiner, aber die Reihen sind viel besser gestellt.“ Wer in Schorsch Egers Weinstadl, der bisherigen Narrhalla des CVW, von seinem Stuhl aufstehen wollte, hatte mit der Enge Problem. Ganz anders in der Brentanoscheune, wo zwischen den einzelnen Reihen ausreichend Raum sei. Verwundert zeigt sich Stephanie Czauderna allerdings darüber, dass der Saal kaum fastnachtlich bunt geschmückt ist. „Das Bühnenbild ist schön“, bemerkt sie. Die Decke und die Wände hätte man aber bei der Dekoration nicht aussparen sollen. Ein Punkt, der Besucherin Anke Mamic weniger stört. Sie mag das Natürliche an der Brentanoscheune, die „einfach ein ganz tolles Ambiente hat“.

Während sie erzählt, huscht eine Bedienung vorbei, ein Mitglied des CVW. Der Verein war in den vergangenen Jahren in Schorsch Egers Weinstadl bei der Bewirtung seiner Gäste außen vor. In der Brentanoscheune kümmert er sich nun hingegen selbst um die Verpflegung der Besucher. „Ein gutes Angebot und die Preise sind auch ok“, befindet Regina Allendorf. Czauderna und Mamic zeigen sich mit der Bewirtung ebenfalls zufrieden.

Dietmar Schneider, Vorsitzender des CVW, zieht nach den ersten Veranstaltungen in der Brentanoscheune eine insgesamt positive Bilanz. „Die Räumlichkeit ist top. Das Flair schön.“ Allerdings gelte es hier und da noch nachzubessern, was aber nicht von heute auf morgen geschehen könne. „Das ist ein Langzeitprojekt.“ Sinnvoll sei es beispielsweise, die Bühne um 30 Zentimeter zu erhöhen, damit auch die Besucher im hinteren Teil des Saals gut sehen können.

Der CVW wolle außerdem in Verbesserungen bei der Beleuchtung und der Tontechnik investieren. Was die Dekoration betreffe, sei daran gedacht, unter der Decke Fahnenstoff in den närrischen Fahnen zu spannen. Da dieser brandsicher sein müsse, komme auf den Verein eine Investition von rund 2000 Euro zu. „An den Wänden wollen wir auch künftig nichts dekorieren“, so Schneider.

Nicht wirklich glücklich sei der CVW mit der recht einfachen Küche, in der vieles leider nicht möglich sei, unter anderem die Herstellung von Pommes frites. „Was natürlich für die Kindersitzung schade war.“ Ansonsten habe mit der Bewirtung alles gut geklappt.

Lob zollt der Vorsitzende den rund 60 Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen.