18 | 11 | 2017

Neue Kampagne gehört den närrische Bobbe

Winkeler Carnevalisten eröffneten die Kampagne mit närrisch-buntem Abend

Ein neues Kinderprinzenpaar führten die Winkeler Carnevalisten anlässlich der offiziellen Eröffnung der Kampagne in das Amt ein und krönten damit einen närrisch bunten Abend zu einem besonderen Jubiläum: Die neue Kampagne gehört den Winkeler und Rheingauer „Bobbe", denn die Bobbesitzung feiert ihr elfjähriges Bestehen und so steht die Kampagne in Winkel unter dem CVW-Motto „Beim CVW die Bude kracht, 11 Jahre Bobbe-Fassenacht."

„19 Interessierte trafen sich am 24. Juni 2003 in der Alten Bauernschänke, darunter ein Vertreter des Oestricher Carnevalvereins, zwei Vertreter des Mittelheimer Carnevalvereins und viele Interessierte des CVW. Es war die „Geburtsstunde" der Bobbesitzung. Bobbe-Sitzungspräsidentin wurde Emmi Jendreizeck. Von 2004 bis 2014 waren insgesamt 33 Frauen bei den Bobbe. 2014 sind wir 21 Bobbe, davon sind derzeit drei passiv. Auf eine erfolgreiche Jubiläumskampagne", hatte Sitzungspräsidentin Anita Basting stolz mitgeteilt. Gemeinsam mit „ihren Bobbe" sang sie für das Publikum im vollbesetzten Rieslingkeller auch das „Bobbelied". Außerdem gab es einen humorvollen Rückblick auf elf Jahre „Bobbefastnacht" mit Magda Miltner, die aus dem Nähkästchen plauderte und den Gästen einen Einblick hinter die Bühne der Winkeler Frauenfastnacht gewährte. Am 25. Februar feiern die CVW-Bobbe ihr Jubiläum mit einer Prunksitzung, außerdem gibt es an Fastnachtsamstag in der CVW-Berlbud einen Jubiläumsabend. Dass der CVW nicht nur mit närrischen Frauen gesegnet ist, sondern auch auf seinen Nachwuchs stolz sein kann, bewiesen die jungen Narren zu Beginn des Abends mit den Ergebnissen aus den CVW-Rhetorikseminaren. „Das neunte Jahr war mal wieder wunderbar, erst hieß es Rodelbahn und Grillen, dann hieß es Regen und drinnen chillen. Doch auch das hielt uns nicht ab, der CVW macht niemals schlapp. Nach langem hin und her gab es keinen Überlegungen mehr. Nach dem Frühstück zogen wir los, egal ob Klein, egal ob Groß, man rodelte und  rodelte, bis die Stimmung brodelte. Dann ging es zum Mittagsmahl, Tisch decken und spülen - was 'ne Qual, anschließend kurz verschnaufen, um sich dann die Haar' zu raufen. Was schreib ich nur? Mir fällt nix ein, auch das kann Rhetorikkurs sein. Ein ganzes Wochenende gearbeitet, endlich dann zur Tat man schreitet, das Ergebnis ist kunterbunt, schaut es euch an, denn Lachen ist gesund. Sechs Betreuer und 24 Kinder, es geht schon fast nicht wilder. Für den Rhetorikkurs 2014 meld ich mich heut schon an und hoffe sehr, ich seh' dich dann", diese Rede zum Rhetorikseminar hatte die zwölfjährige Paulina Battis kurzerhand verfasst und damit auch schon alles erklärt. In verschiedenen Altersstufen präsentierten die Kinder dann mit Sketchen, gespielten Witzen und gereimten Vorträgen, was sie beim Rhetorikseminar alles gelernt hatten. Der Applaus des Publikums war Kevin Scheer, Paul Dries, Lena Krayer, Janine Charisee, Joy König, Emil Kirschke, Julian Link, Paulina Battis, Julia Zimmer, Emely Schneider, Alexander Zimmer, Pauline Kirschke, Anna Muno, Kerstin Brudy, Fiona Brost, Johann Muno, Adrian Schäfer, Eva Maria Krayer, Yara Höhn, Jessica Firle, Sabrina Köblin und Selina Riedel sicher.

Der CVW-Vorsitzende Dietmar Schneider zeigte sich zu Recht stolz auf seinen Nachwuchs, mit dem er seit 26 Jahren eine Kindersitzung durchführt, und auf „seine Bobbe", die Fastnachter des ganzen Rheingaus an einen Tisch holen würden. In seiner Eröffnungsrede erinnerte er an die Gründung des Vereins. Über fast neun Jahrzehnte sei der CVW stets ein Garant für originelle Fassenacht mit Herz und Niveau geblieben. ,,Winkeler Fassenacht ist aber auch Humor mit Geschichte und Tradition. Die Aktiven in unserem Verein, alles Amateure, schaffen es immer wieder in vortrefflicher Art und Weise, Jahr für Jahr den Bürgern dieser Stadt, dieser Region, karnevalistische Unterhaltung allerbester Qualität zu liefern. So ermuntere ich Sie alle, nutzen Sie unsere neue Kampagne zur Förderung Ihres Wohlbefindens als aktive Teilnehmer am närrischen Treiben und gestalten Sie mit uns die Winkler Fastnacht", so Schneider. Und die aktiven CVW-Narren würden zum Gemeinschaftsleben vor Ort beitragen und Mitverantwortung für das gesellschaftliche Miteinander, für das Vereinsleben übernehmen: „Und dies alles ehrenamtlich".

Welchen Lohn das Miteinander der Narren einbringt, zeigte sich beim Eröffnungsabend, als treue Mitglieder geehrt wurden: Für 60-jährige Mitgliedschaft wurde Hans Ohlig ausgezeichnet. Der „Nachbar" des Rieslingkellers war stilecht in „Schlappe" gekommen: War es doch sein Vater, der sich einst direkt nach Fastnacht noch mal in „Schlappe" mit Freunden getroffen hatte und damit den „Schlappeabend" begründete. Seit 50 Jahren halten Josef Falkenmayer, Franz Freimuth, Edo Graf, Hans Hartei, Karl Heyn, Mizzi Palme, Willi Wieger, Kurt Kitzmann, Gerhard Merscheid und Adolf Richter dem Verein die Treue, seit 40 Jahren Brigitte Dahn, Alois Lang, Lothar Meckel und Eveline Werschnik. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Jakob Charisee, Monika und Richard Delfs, Lothar Henning und Lilli Wieger geehrt.

Natürlich bot der Eröffnungsabend auch den richtigen Rahmen für die Einführung des neuen CVW-Kinderprinzenpaares. Feierlich führten die Kindersitzungspräsidenten Luca Brost und Robert Fladung den CVW-Kinderprinzen Kevin Scheer und seine holde Lieblichkeit Leandra Massmig in ihr Amt ein. Wie sehr sich das 26. CVW-Kinderprinzenpaar auf die Kampagne und die närrischen Hoheiten sich auf ihr Amt freuen, zeigten sie in ihrer Antrittsrede, in der sie das Narrenvolk mit dreifach Helau begrüßten. Auch die Kindersitzungspräsidenten Robert Fladung und Luca Brost freuen sich auf die Sitzung mit mehr als 100 kleinen Narren.
Riesenstimmung brachte ein besonderer Freund der Winkeler Fastnacht, Dieter Meisenzahl, als „Bischof aus Meenz" mit nach Winkel und „tappte" mit den Narren zum Dom, den alle mit schrägem Gesang zum Wackeln brachten. Heiko Hoffmann hatte in seiner Büttenrede die neuen Blitzer in Oestrich und Winkel auf das Korn genommen und sorgte für Lachtränen: „Ich hab's doch echt emo ausprobiert un die Blitzer mim Fahrrad aktiviert. Ob do was kimmt, wart ich jetzt mol gespannt, ich bin jo allgemein hier bekannt". Natürlich durfte auch die Narrenfamilie lmmerheiser und Halbritter in der Bütt nicht fehlen, die mit einem musikalischen Vortrag als „Bänkelsänger" das örtliche Geschehen kommentierten und dafür sorgten, dass die Lachmuskeln gestärkt wurden: „Was hagelte es Beschwerde, wege Baustelle im Badelmee. Sie dauerte de Winkeler zu lange, dess fande die gar nit schee. Doch muss mer eins bedenke, dess tat doch ganz schnell gehen, wo nur ein Mann gearbeitet - odder habt ihr mehr gesehn?".

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