18 | 11 | 2017

Ritter zwecks Drachenfang gesucht

Winkeler Carnevalverein dreht mit Nachwuchs einen Film

Die Szene ist gestorben, die Ritter können Pause machen, jetzt brauche ich nur noch das Königspaar und die Bauersleut", rief Regisseurin Marion Halbritter durch das Megaphon. Ich brauche einen neuen Haargummi", meinte die Königin und die Masken- und Kostümbildnerinnen Eveline Werschnik und Anita Basting waren sofort zur Stelle. In der Zwischenzeit erledigte Kameramann und Schnitt-Techniker Stefan Basting die technischen Vorbereitungen für den nächsten Dreh und Regieassistent Harald Immerheiser gab den Schauspielern Anweisungen.

Nicht weniger professionell als in Hollywood ging es auf dem Parkplatz vor dem 'Winkeler Schützenhaus zu, den die WInkeIer Carnevalisten in ein Filmset verwandelt hatten. Denn der Carnevalverein Narrhalla Winkel produziert im Rahmen seines jährlich stattfindenden Rhetorikseminars mit vereinseigenen Nachwuchsrednern erstmals einen Theaterfilm. "Seit Anfang Mai nehmen wir an renommierten Stellen im Rheingau verschiedene Filmszenen auf ", erklärt der CVW-Vorsitzende Dietmar Schneider. Ziel des Seminars sei es, eine Antwort auf die Frage zu geben: "Warum gab es in Winkel keine Ritter?". "Hierzu hatte ich die Idee, mit den Jugendlichen eine Antwort zu geben", so Schneider.  

theaterseminar

Das Drehbuch stammt aus der Feder von Marion Halbritter. "Es geht in der mittelalterlichen Geschichte um die Winkeier Bürgerschaft, die Angst vor den Untaten eines Drachens hat. Weil man in Winkel keinen tapferen Ritter hat, der es mit dem Drachen aufnehmen könnte, wird ein Turnier veranstaltet, um einen Ritter zu finden. Doch es ist nicht der Sieger des Turniers, der es schließlich mit dem Drachen aufnimmt", verrät die Drehbuchautorin, die auch die Regie übernommen hat. Als Darsteller wirken 16 Kinder im Altern von neun bis 15 Jahren mit. Die Kinder haben in ihren Kostümen sichtlichen Spaß beim Dreh und zeigen sich diszipliniert . "Dass alle sich so gut kennen und durch die letzten Rhetorikseminare auch gut aufeinander eingespielt sind, erleichtert die Arbeit ungemein", so die Betreuerinnen Werschnik, Basting und Halbritter. Bisher habe es vier Drehtage gegeben, insgesamt sieben sind geplant. Neben den Filmszenen sind noch Bühnenszenen entstanden, die immer im Wechsel mit Filmszenen bei der Aufführung zur Lösung der Frage beitragen. Der Theaterfilm soll dann im September im Rahmen des CVW-Gaudifestes seine Premiere erleben.

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