Kokolores

Mein Wunsch für das neue Jahr

Erstellt: Sonntag, 08. Januar 2017 00:00
Geschrieben von Helmut Eckert


Gedanken im „Neue Jahr“!

Das Jahr ging schnell dem Ende zu,
erlebte seine letzten Stunden.
Es bettet sich zur stillen Ruh,
weil es sich damit abgefunden.

Was hat das alte Jahr verbrochen,
das es stirbt um Mitternacht?
Es lebte zweiundfünfzig Wochen,
und hat uns Tag und Nacht gebracht.

Ich will das alte Jahr behalten,
mein Weib ist älter als das Jahr.
Mein Weib hat ach, der vielen Falten,
die ich bei diesem Jahr nie sah.

Dürften Jahre länger leben,
wie ich es mir so vorgestellt.
Silvester würd es selten geben,
und so viel jünger wär die Welt.

Im Weltall sollen Sterne sein,
da hat ein Jahr gleich tausend Tage.
Leider gibt es dort kein Wein,
so ist geklärt auch diese Frage.

Der Urknall hat die Zeit gebracht,
vorher war Nichts von Allem da.
Es gab da weder Tag noch Nacht,
weil nur das Nichts da wa (r).

Als die Zeit hat einst begonnen,
da zu sein, wie Du und ich.
Da ist sie schon davon geronnen,
die schnelle Zeit, sie ärgert mich.

Da die Zeit kann schnell verschwinden,
eben da und da schon fort.
Würde ich mich überwinden,
sie zu lieben hier und dort.

Könnte ich die Zeit fest halten,
eingefangen in mein Haus.
So könnte ich die Zeit verwalten,
und nur ich lass sie heraus!

Ich bestimm der Zeiten Lauf,
lasse Stund und Tage sterben.
Geht morgens früh die Sonne auf,
gehöre ich zu ihren Erben.

Mein altes Jahr so bleibe noch,
bleibe bei mir alle Zeit.
So fall ich in ein Zeitenloch,
dieses nennt sich Ewigkeit.

Die Minute gibt’s nicht mehr,
somit bleibt die Stunde leer.
Weil die Stunden leer gemacht,
gibt es auch nicht Tag und Nacht.

Woche, Monat, Jahreszeit,
futsch ist auch die Ewigkeit.
Da die Zeit wir abgegeben,
blüht uns jetzt ein ewig Leben.

Friedhof, Urne Totenmessen,
können wir sofort vergessen.
Erbenglück und Erbenstreit,
damit kommst du jetzt nicht weit.

Ohne Zeit wird kein Mensch alt,
doch Moment, jetzt sag ich Halt!
Das Alter wird durch Zeit bestimmt,
fehlt die Zeit bleibst du ein Kind.

Schön ist es an Mutters Brust,
für immer, wer hat da schon Lust?
Für immer in die Windeln pissen,
kann ich eigentlich vermissen!

Wir lassen alles wie es ist,
so mit Anfang, Ziel und Frist.
So mit Jetzt und Übermorgen,
nur Zeit kannst Du von niemand Borgen.

 

Nutze jeden Augenblick,
trag das Leid und nimm das Glück.
Erinnerung gibt Zeit zurück,
hole Dir jetzt Stück für Stück.

 

Lass sie in Deinem Herze ruhen,
wie es so viel Menschen tuen.
Dort ist Zeit nur Dir zu Eigen,
sie wird Dir tausend Wunder zeigen.

Einige Gedanken über das  „ Neue Jahr“ von dem Vereinsmitglied Helmut Eckert
Lübeck 02.01.2017