Kokolores

Die Weihnachtsgeschichte

Erstellt: Dienstag, 13. Dezember 2016 00:00
Geschrieben von Helmut Eckert

 

Bekannt ist, dass die Stubenfliegen,

nach Weihnachten gleich doppelt wiegen.

Wenn ich das meinem Weibe sage,

verschenkt sie sofort ihre Waage.

Einst durften Fliegen mit uns leben,

jetzt darf es keine Fliegen geben.

Vom Kuhstall flogen sie ins Zimmer,

Fliegen waren bei uns immer.                                      Bild in Originalgröße anzeigen

Die Fliege ist ja nur ein Tier,

doch lebt sie etwa so wie wir.

Wo`s warm ist und wo Futter da,

lebt die Fliege über`s  Jahr.

Ein Fliegenmann tut seine Pflicht, Bild in Originalgröße anzeigenBild in Originalgröße anzeigen

denn arbeiten, das muss er nicht.

So macht er tüchtig neue Fliegen,

die ebenfalls bald Kinder kriegen.

Die Kuh im Stall macht täglich Mist,

der nun der Fliegen Nahrung ist.

Kommt die Weihnachtszeit daher,

mögen alle Fliegen mehr.

Jetzt wollen sie im Hilton speisen,

aus dem Kuhstall sie verreisen.

Eh die Wintersonne scheint,

sind sie im trauten Haus vereint.

Erst Gänsebraten, dann Dessert,

was wollen diese Fliegen mehr?

Schokopudding, Erdbeereis,

was gut schmeckt, auch die Fliege weiß.

Christstollen zur der Kaffeestunde,

Fliegen drehen ihre Runde.                                                      Bild in Originalgröße anzeigen   Bild in Originalgröße anzeigen 

Vater Fliege weis was schmeckt,                                

und wann der Tisch für ihn gedeckt.

Seine Frau und zwanzig Kinder,

freuen sich und das nicht minder.

Auch der Enkel große Schar, Bild in Originalgröße anzeigen

ist zum Weihnachtsschmaus schon da.

Warmer Punsch zum Abendrot,

macht der Fliegen Wangen rot.

Fliegen an den Weihnachtstagen,

können mächtig was vertragen.

Vater Fliege wird es schlecht,

schnelles Trinken sich nun rächt.

Weil sein Kopf vom Fussel raucht,

frische Luft der Arme braucht.

Er entfleucht mal aus dem Zimmer,

wiederkommen wird er nimmer.

Draußen eine Meise lauert,

vor dem Ende mir schon schauert.

Die Meise schnappt den fetten Bissen,

Meisen haben kein Gewissen.

Nun die Moral von der Geschichte,

deren Ende ich berichte.

 

 

Den Bauern stört die Fliegenplage,

die am frommen Weihnachttage,

sich gelabt am Weihnachtsschmaus.

Alle müssen aus dem Haus.

Fliegenex wird nun gesprüht,

die Fliege ahnt nicht was ihr blüht.

Schon nach einer Viertelstunde,

keine Fliege dreht die Runde.

Mausetot die Fliegen liegen,     

das war das Ende dieser Fliegen. Bild in Originalgröße anzeigenBild in Originalgröße anzeigenBild in Originalgröße anzeigenBild in Originalgröße anzeigen

Nun die Frage der Moral,

Nur Menschen haben hier die Wahl,

mit den Fliegen friedlich leben,

oder ihnen Zunder geben.

Sind erst alle Fliegen tot,

kommt die Welt schnell aus dem Lot!

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Allen Närrinnen und Narren ein gesegnetes Fest und guten Rutsch wünscht Helmut Eckert aus Lübeck.