Kokolores

Das ewige Warten…….

Erstellt: Montag, 16. November 2015 01:00
Geschrieben von Helmut Eckert

Auf was der Mensch so warten muss,
das lässt sich kaum ertragen.
Jetzt ist bei mir mit Warten Schluss,
das Übel  gilt `s im Kampf zu schlagen.

Am Morgen fängt das Warten an,
zum Klo hin will ich eilen.
Weil ich die Tür nicht öffnen kann,
muss ich davor verweilen.



Im Bad mein Töchterlein jetzt ist.
föhnt seelenruhig ihr Haar.
Verflucht verdammt, was für ein Mist,
sie war wie immer früher da.

Ab Morgen wird das anders sein,
dafür hab ich ein  Plan.
Den Kloschlüssel steck ich mir ein,
nun stellt euch nach mir an.

Gehalterhöhung ist mein Traum,
seit mehr als fünfzehn Jahren.
Ob der je kommt, ich glaub es kaum,
da bin ich mir im Klaren.



Das Warten muss ein Ende haben,
ich brauch das Geld so sehr.
Ich muss jetzt etwas Neues wagen,
ein Neuanfang muss her.

Ich schmeiß den ganzen Bettel hin,
der Chef kann mich mal lecken.
Da ich von Haus der Größte bin,
brauch ich mich nicht verstecken.

Ich mache meine Firma auf,
verkaufe Luft in großen Tüten.
 Zum Preis schlag ich ein Bonus drauf,
so bin ich nicht zu überbieten.

Am Aschermittwoch bin ich platt,
Gesunken ist mein Lebensmut.
Das Jahr zu viele Tage hat,
Das tut dem Narren gar nicht gut.

Wie soll ich warten bis November,
ohne Humba und Helau.
Dann nochmals warten im Dezember,
was mach ich nur, ich arme Sau.



Am Aschermittwoch werd ich müd,
schlafe schon beim Heringsessen.
Ich schnarche fest und rühr kein Glied,
ihr könnt mich nun ne Zeit vergessen.

Wenn Stammtischabend angesagt,
dann bin ich sofort putz und munter.
Die Müdigkeit ist schnell verjagt,
da läuft der Woi von selber runter.

Zum Waldacker da geh ich hin,
wenn all die Narren dort verweilen.
An dem Tag hat mein Leben Sinn,
da kann ich mich schon mal beeilen.

Am 11.11. bin ich wach,
mein Tiefschlaf ist erstmal  vorbei.
Mei Trommel `che macht richtdisch Krach,
Hurra, Helau ich bin debei!

Als Clown, mit Pappnos im Gesicht,
beginnt mein neues Leben.
Die Dunkelheit erstrahlt im Licht,
es kann nichts Schöneres mehr geben.



Die Weihnachtszeit wird überstanden,
im Dämmerschlaf dahingedöst.
Im Januar wird auferstanden,
vom Warten bin ich nun erlöst.

Die fünfte Zeit hat mich gefangen,
mer freie uns, du sischer ach.
Dem Trübsal wird nicht nachgehangen,
mer freie uns jetzt jeden Daach!

Bis Aschermittwoch los mers krache,
bei Flaschworsch, Weck und Winkler Woi.
Mer dun so richtisch Bleedsinn mache,
und lade all euch Winkler eu!

Dohom braucht kooner sitze bleibe,
wer kimmt ist hier bei uns Willkomme.
Genießt mit uns des Narretreibe,
zu schnell die trübe Tage komme………..

Für die Kampagne 2015 /16 gedichtet und zu Papier gebracht von Helmut Eckert