Kokolores

Das alte Römerglas!

Erstellt: Mittwoch, 09. April 2014 01:00
Geschrieben von Helmut Eckert

Römer gibt’s in Winkel viele,
 die da all mit grünem Stiele,
selten lang im Schrank verweilen.

Da sich Winkl`ler schnell beeilen,
ihre Römer neu zu füllen.
Um ihren Durst sodann zu stillen.

Es stand ein Römer lang allein,
trocken ohne ein Schluck Wein
In einem Thekenschrank  verstört.


Keiner hat ihm zugehört,
als er vom Schrank um Hilfe rief.
Weil allzu lang im Schrank er schlief.

Nun hört doch einem Römer zu,
denn jahrelang hab ich hier Ruh.
 Ich muss im Schrank hier harren.

Jetzt wende ich mich an Euch Narren,
ihr könnt mein Innen voll benetzen.
So wie ich Euren Durst hier schätzen.

Mein gläser`n Bein ist gelb nicht grün,
trotzdem tat täglich ich mich müh`n.
Ich muss dem Schrank entkommen.  

Wer hat mein Flehen hier vernommen,
der füllt mein Laib mit gold nem Wein.
 Es sollte schon ein Wink`ler sein.

Der Wirt kam an den Tisch der Zecher,
mir fehlt zum Trinken hier ein Becher,
da ist das Glas in Schrak ganz richtig.

Mir ist ein Umtrunk mit Euch wichtig,
ich hab ein Enkelsohn bekommen.
So hebt das Glas jetzt unbenommen.

Nun  war das Glas mit gelben Bein,
urplötzlich nicht mehr ganz allein.
Stolz stand es in der Tisches Mitte.

Ihr Narren hier zum Trunk ich bitte,
es ist ein Winkler Hasensprung.
Vom Alter her ist er nicht jung.

Vom Glas das in der Mitte stand,
perlte langsam von des Glases Rand,
ein Tropfen sacht hernieder.

Ich bin jetzt endlich, endlich wieder,
beim Feiern mit in Euren Runden.
Ich hab mein Lebensziel gefunden.

So sprach das Glas mit Freudentränen.
Da möchte ich es noch erwähnen,
dies Römerglas hat Sammlerwert,
was letztlich dieses Glas nicht stört.
Nun die Moral von dieser Sage,
es kommen noch so viele Tage.
Vielleicht wird auch in hundert Jahren,
sich Narren um den Tisch hier scharen.
Sie trinken ihren Winkler Wein.
Ob dieses Glas, dann wird noch Sein?