Kokolores

Wahl zum Bundeskanzler

Erstellt: Samstag, 12. Oktober 2013 20:00
Geschrieben von Helmut Eckert

Meine Damen, meine Herrn,
ich will Bundeskanzler wer`n.
Was muss ich mach do de für,
wer öffnet mir die Kanzlertür?

Um diesen Poste auszufülle,
brauch mer einen starke Wille.
Ne Partei die zu em hält,
und von Spendern ebbes Geld.

 

Als ich mir han des verklickert,
hot mei Lebensuhr getickert.
Kurz vor de Achzisch muss ich handeln,
um noch im Bundestag zu wandeln.

So beschloss ich heut und jetzt,
ich hab mich selber eingesetzt.
Ich bin Partei und Kandidat,
kein Dach ich jetzt noch länger waart.

Die Partei des bin ich selber,
jetzt fehle mir nur noch die Gelder.
Alle Dolle uff der Welt,
misse spende mir des Geld.

Die Finanze sind geklärt,
jetzt wird ken Tach mer umgekehrt.
Nach Berlin muss ich jetzt eilen,
in Winkel kann ich nicht verweilen.

Im Reichstag halt ich meine Reden,
davon das Glasdach soll erbeben.
Die erst Verordnung die ich mache,
mer därff do drin ach widder lache.

Dann beschließe ich sofort,
Der Bundestag des wird en Ort,
wo man beim Woi will fröhlich sein,
natürlich klar, bei Winkler Wein.

Die Fassenachter nah und fern,
die Fröhlichkeit noch habe gern,
die solle nun des Land regiere
und uns zu neuem Wohlstand führe.

Die wisse was des Lebe wert,
was de Leut so ebe stört.
Bei dene will ich Kanzler sein,
die achte noch, de Deutsche Wein.

Ob Handkäs, Flaschworscht , Wasserweck,
bei denen hot des all sein Zweck,
dem eignen Körper wohl zu tun,
und vor der Arbeit,  erstmol  ruh`n.

Ich brauch dort nit die viele Dolle,
die täglich unser Wohl nur wolle.
In Werklichkeit sind des Philister,
sie nenne sich ach noch, Minister.

Nun die Moral von meine Träume,
lasst uns alle nit versäume,
das kurze Lebe zu genieße,
bevor auf Grab die Blumme sprieße.

Sitz ich am Stammtisch in der Runde,
genieß mein Woi zur späten Stunde,
dann ist für mich Regierungszeit,
und des Berlin ist mir zu weit!