Kokolores

Der Große Karl

Erstellt: Mittwoch, 06. Juni 2012 20:27
Geschrieben von Helmut Eckert

Der Große Karl in Ingelheim,
war in der Pfalz oft sehr allein.
Sein erstes Weib Himiltrud,
er schon bald verstoßen tut.
Die Fürstentochter Gerperga,
nur kurz die zweite Gattin war.
Nun nahm er sich die Hildegard,
die dann sehr bald verschieden ward.
Sein nächstes Weib hieß Fastrada,
auch die war nicht sehr lange da.
Luitgard das nächste Wesen,

 

sie ist`s nur kurze Zeit gewesen.Gerswind und die Adelheid,
hielt er als Nebenfrau bereit.
Regina und des Madelgard,
auch oft von ihm besprungen ward.
Es war der Großekarl bekannt,
als guter Hahn im ganzen Land.
Doch in der Pfalz in Ingelheim,
war unser Karl oft nur allein.
In die Palz wollt kein Weib mit,
sie riefe nur igitt, igitt.
Fährst du von Frankfort über Meenz,
ich bleib dahom, fahr du alenz.
So saß der Karl in Ingelheim
Und glotzte nibber übern Rhein.
Do hot der Karl en Geistesblitz,
ich bau mer dribbe noch en Sitz.
Ich baue mir das Graue Haus,
do leb ich dann in Saus und Braus.
Do loss ich dann die Puppe tanze,
und all die bleede Hofschlafranze,
die bleibe uf de Schlammbesseit.
So kam es, daß ihr liebe Leit,
der Großekarl en Winkler ist,
was die Geschichte nur vergisst.
Ins Graue Haus zum Großekarl,
kame nun die Winkler all.
Der Karl het alle eingelad,
und kloppte bis zum Morgen Skat.
Der Winkler Woi dat ihm bekomme,
so hot er manchen Schluck genomme.
Mach schönes Winkler Mägdelein,
durft mit ihm in sei`m Bette sein.
Was oft nicht ohne Folgen bleib.
So wie Hubertus Reimann schrieb,
im Jahre Tausend unsres Herrn.
Des her`n die Winkler gar nicht gern,
der Großekarl ihr Ahnherr ist,
was mancher Winkler oft vergisst.
An Fassenacht ruft einer heißer,
mein Urgroßvadder is en Kaiser!